METHODIK

Um die Kriterien für eine reibungslose Gründung und den erfolgreichen Betrieb einer „Seniorengenossenschaft“ zu erkennen, standen in einem multi-methodischen Ansatz folgende Kernpunkte im Fokus der Analyse:

 

  • Grundlage bildete eine ausführliche Situationsanalyse der bestehenden „Seniorengenossenschaften“, hier wurden best practice –Beispiele ebenso betrachtet wie auftretende Problemfelder.

  • Darüber hinaus wurden in repräsentativen Befragungen bzw. Vollerhebungen Mitglieder der „Seniorengenossenschaften“ zu Motiven der Beteiligung etc. befragt. Ergänzt wurde diese Analyse durch eine Befragung potentieller Zielgruppen (ab 50 Jahre) der „Seniorengenossenschaften“ hinsichtlich Motivation, Rahmenbedingungen und persönlicher Lebensumstände. Ziel ist es herauszufinden, inwieweit die Lebensqualität der Nutzer von „Seniorengenossenschaften“ gesteigert werden kann.

  • Die Betrachtung der Kooperationsstrukturen und Vernetzungen zeigte, inwieweit „Seniorengenossenschaften“ gemeinsam aus Problemen lernen und positive Erfahrungen teilen können und mit welchen Akteuren ein Austausch stattfindet.

  • Um abschätzen zu können, in welchem Umfang „Seniorengenossenschaften“ attraktiv für bestehende Organisationen sind, wurden Konsum- und Wohnungsgenossenschaften, sowie auch Wohlfahrtsverbände, bestehende Nachbarschaftshilfen und Vereine zu ihrer Offenheit gegenüber der Ausweitung hin zu einer „Seniorengenossenschaft“ befragt.

  • Die Evaluation bzw. Begleitung von in der Gründung befindlicher „Seniorengenossenschaften“ gab einen Einblick in die Gründungs-, Start- und  Konsolidierungsphase mit wertvollen Informationen zum erfolgreichen Start und Betrieb.

  • Ergänzt wurden die standardisierten Erhebungen durch Experteninterviews, Gruppendiskussionen und Fokusgruppen, um gruppendynamische Prozesse der Meinungsbildung zu diesem Thema berücksichtigen zu können.

  • Zudem wurde der regionale Bedarf an einer langfristig angelegten „Seniorengenossenschaft“ in Verbindung mit der Bevölkerungsentwicklung mithilfe demografischer Projektionen untersucht, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen (Bevölkerungsentwicklung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Konkurrenzsituation vor Ort etc.) es für eine Kommune oder einen Verein sinnvoll sein kann, eine „Seniorengenossenschaft“ zu gründen.

  • Die kontinuierliche Einbindung von Praxispartnern sicherte die Umsetzbarkeit der Ergebnisse.

  • Ergebnis dieses Ansatzes sind bedarfsorientierte und praxisrelevante Handlungsempfehlungen für potentielle Gründer und Betreiber von „Seniorengenossenschaften“ unter den Bedingungen des gesellschaftlichen Wandels.